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„Wenn der Verstand den Prozess steuern möchte – warum Hypnose manchmal anders verläuft, als man es sich vorstellt“

In meine Praxis kommen viele Menschen mit einem klaren inneren Anliegen: mehr innere Ruhe, Klarheit, emotionale Entlastung oder der Wunsch, alte Blockaden zu lösen oder etwas ganz anderes.

Sehr häufig haben sie sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem Thema Hypnose beschäftigt, unterschiedliche Methoden recherchiert oder konkrete Vorstellungen entwickelt, wie eine Sitzung ablaufen sollte.

Das ist vollkommen verständlich — denn der Verstand sucht Orientierung, Sicherheit und Kontrolle.

Doch in der praktischen Arbeit zeigt sich immer wieder:

👉 Der Verstand hat eine Vorstellung vom Prozess —das innere System hat jedoch oft eine ganz andere Ausgangsbasis.

Und genau an diesem Punkt beginnen manchmal Missverständnisse.

Hypnose ist kein „geplanter Ablauf“, sondern ein individueller Prozess

Manche Menschen kommen mit sehr klaren Erwartungen in eine Sitzung, zum Beispiel:

  • sie wünschen sich eine ganz bestimmte Technik

  • sie stellen sich einen bestimmten Ablauf vor

  • sie erwarten ein konkretes Erleben

  • sie verknüpfen „Tiefe“ mit einer bestimmten Methode

  • sie glauben, dass „nur dieser Weg“ zur Lösung führen kann

Diese Erwartungen entstehen selten aus Ungeduld —sondern meist aus einem verständlichen Wunsch nach Sicherheit und Wirkung.

Doch Hypnose orientiert sich nicht daran,

was der bewusste Verstand „sehen möchte“,

sondern daran,

👉 was das innere System im Moment verarbeiten kann.

Und das kann — je nach Ausgangssituation — ein ganz anderer Zugang sein.

Der Verstand möchte Ergebnisse – das innere System braucht Sicherheit

Der bewusste Verstand denkt in Zielbildern:

  • „Ich möchte Klarheit.“

  • „Ich möchte die Ursache genau sehen.“

  • „Ich möchte sofort verstehen, woher das kommt.“

  • „Ich möchte, dass es in dieser Sitzung vollständig gelöst wird.“

Doch unser Unterbewusstsein arbeitet anders.

Es prüft zuerst:

  • Bin ich stabil genug für diesen Zugang?

  • Fühlt sich dieser Schritt sicher an?

  • Braucht es zunächst Entlastung, bevor ich tiefer gehe?

  • Möchte ein innerer Anteil gerade geschützt bleiben?

Wenn innere Schutzmechanismen noch aktiv sind, dann reagiert das System oft vorsichtig — manchmal auch zäh, langsam oder still.

Das ist kein „Fehlschlagen der Sitzung“.

Es ist ein Schutzsignal.

Unterschiedliche Ebenen – unterschiedliche Zugänge

In meiner Arbeit gibt es nicht den „einen richtigen Weg“.

Je nach Situation kann es sinnvoll sein,

mit verschiedenen Ebenen zu arbeiten, z. B.:

  • mit unbewussten inneren Prozessen

  • mit bewussten Wahrnehmungsebenen

  • mit emotionalen Schutzreaktionen

  • mit Körperempfindungen

  • mit energetischen Spannungsfeldern

  • mit übergeordneten inneren Anteilen

Welche Ebene sich öffnet, zeigt sich im Verlauf des Prozesses — nicht im Vorfeld.

Manchmal möchte das System zuerst:

  • Spannung reduzieren

  • Blockaden weich werden lassen

  • Ressourcen stärken

  • innere Sicherheit herstellen

Und erst danach wird der tiefere Kern zugänglicher.

Das ist kein Umweg —sondern oft der gesündere Einstieg.

Wenn Sitzungen anders verlaufen als erwartet

Es gibt Sitzungen, in denen Menschen anschließend sagen:

„Ich habe mir das anders vorgestellt.“

oder

„Ich dachte, es würde sich intensiver oder deutlicher anfühlen.“

In solchen Momenten zeigt sich häufig:

  • das innere System hat gearbeitet

  • aber nicht dort, wo der Verstand es erwartet hat

  • sondern an der Stelle, die im Moment zugänglich war

Veränderung geschieht nicht immer spektakulär.

Sie vollzieht sich häufig:

  • still

  • nachwirkend

  • schrittweise

  • integrativ

Viele Prozesse entfalten sich erst in den Tagen danach —wenn das Nervensystem in Ruhe weiterarbeitet.

Hypnose ist kein Leistungsvorgang – sondern ein gemeinsamer Prozess

Hypnose bedeutet nicht:

„Ich liefere ein bestimmtes Erlebnis.“

Sondern:

👉 Wir begleiten gemeinsam das,

Darstellung eines Gehirns in dem unterschiedliche Areale arbeiten durch rot und grün dargestellt

was dein inneres System im Moment zulässt.

Das erfordert:

  • Mitwirkung

  • Wahrnehmungsaustausch

  • Vertrauen in den Prozess

  • Geduld mit sich selbst

  • Respekt vor inneren Grenzen

Und genau darin liegt Tiefe —auch wenn sie nicht immer sofort als solche erkannt wird.

Fazit: Manchmal beginnt Veränderung dort, wo Erwartungen loslassen dürfen

Der Verstand sucht Klarheit.

Das innere System sucht Sicherheit.

Hypnose bringt beides auf behutsame Weise zusammen —aber immer in dem Tempo,

das innerlich stimmig ist.

Wenn ein Prozess langsamer, stiller oder anders verläuft als gedacht, ist das kein Scheitern,

sondern oft ein Zeichen dafür,

dass der Körper und die Psyche sich schützen —und dennoch bereits begonnen haben zu arbeiten.

Du darfst dir Zeit geben.

Und dein inneres System darf seinen eigenen Weg wählen.

 
 
 

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Heike Gottschling-Wulf

Heilpraktikerin für Psychotherapie & Hypnosetherapie

Zu den Föhren 37

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Privatpraxis

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Hypnose in Diepholz – auch online im gesamten deutschsprachigen Raum

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Hypnose begleite ich Menschen, die unter Angst, Panikattacken oder Selbstwertproblemen leiden.
Viele meiner Klientinnen und Klienten kommen aus Diepholz und dem Umkreis – zum Beispiel aus Sulingen, Vechta, Bassum, Syke, Nienburg, Cloppenburg, Bremen, Osnabrück oder Oldenburg.

Durch meine Online-Sitzungen ist eine Begleitung auch überregional möglich – ich arbeite mit Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, unter anderem aus Hannover, Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, München, Leipzig, Dresden, Wien und der Schweiz.

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