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Als der Hof mehr erzählte, als ich hören wollte

Der erste Eindruck war wie aus einem Märchen. Ein Eckgrundstück, die Nachbarn weit genug weg, um Ruhe zu haben – aber nah genug, um sich nicht allein zu fühlen. Gepflegt, einladend, die Blumen in voller Blüte. Ich sah sofort das Potenzial. Ein neues Dach, die Scheune ausgebaut – ja, hier lässt sich etwas aufbauen.

Das war vor sieben Jahren.

Was ich nicht erwartet hatte

Die ersten Nächte auf dem neuen Hof brachten Alpträume. Nicht die Art, an die man sich erinnert – sondern dieses diffuse, beunruhigende Gefühl beim Aufwachen, nicht zu wissen, wo man ist. Meine rationale Erklärung war schnell gefunden: Wir hatten zwanzig Jahre woanders gewohnt. Klar, das braucht Zeit.

Heute sehe ich das anders.


Was mich wirklich aufhorchen ließ, war das Verhalten meiner Pferde. Einige Tiere zeigten seltsame Symptome. Ich fuhr sie in die Klinik – niemand konnte etwas feststellen. Innerhalb der ersten zwei Wochen musste das erste Pony eingeschläfert werden. Selbst die Tierärztin fragte sich: Was haben wir übersehen?


Ich nur pfeifen und die Pferde kamen angaloppiert - es ist uns nicht aufgefallen, dass es sich verändert hat. Und dann waren da die Abende, an denen wir stundenlang versuchten, die Pferde einzufangen. Sie wollten nicht in den Stall. Kein sichtbarer Grund. Kein Erklärungsansatz, der gepasst hätte.


Die Begegnung, die ich nicht gesucht hatte

Ich hatte nie viel mit Tierkommunikation oder Energetik am Hut. Ich bin jemand, der Dinge versteht, erklärt, einordnet. Als ich über meine therapeutische Arbeit eine Frau kennenlernte, die sich damit beschäftigt, ließ ich ihr ihr Ding – und behielt meins.

Ich erzählte ihr von unserer Situation, bis sie sagte: „Schick mir einfach mal ein Bild."

Was danach passierte, war unscheinbar – und gleichzeitig eindeutig. Meine Hunde brachten plötzlich wieder ihr Spielzeug. Etwas, das sie lange nicht mehr getan hatten, ohne dass wir es überhaupt bemerkt hatten. Ich pfiff, und die Pferde kamen aus der Weide galoppiert, liefen in ihre Boxen – wir mussten nur noch die Boxen schließen. Keine stundenlangen Abende mehr.

Ich hätte das wegrationalisieren können. Aber ich hatte es ja selbst erlebt.


Was ich heute daraus mache

Dieser Weg hat mich letztlich dazu gebracht, Tierkommunikation, Tierenergetik, mediale Raumenergetik und Geomantie selbst zu erlernen – und sie in meine Arbeit als Hypnosetherapeutin zu integrieren.

Denn viele Menschen, die zu mir kommen, bringen ihre "Tiere" mit – manchmal buchstäblich, manchmal in ihrer Geschichte. Und Tiere sind ehrlicher als wir. Sie zeigen, was wir nicht wahrnehmen wollen. Sie spiegeln, was im Raum ist. Sie reagieren auf das, was sich unsichtbar angesammelt hat.

Wenn der Arzt nichts findet. Wenn der Tierarzt ratlos bleibt. Wenn die Symptome kommen und gehen, ohne Logik. Wenn man sich in einem Raum des eigenen Hauses unwohl fühlt, ohne zu wissen warum oder selbst das nicht bemerkt - wie in meinem Fall.

Das bedeutet nicht, dass etwas „nicht stimmt" mit einem. Es bedeutet vielleicht, dass man noch nicht mit dem richtigen Blickwinkel hingeschaut hat.


Eine kleine Beobachtungsaufgabe

Schauen Sie sich in den nächsten Tagen einmal bewusst in Ihrem Zuhause um.

  • Gibt es Räume, in denen Sie sich besonders gerne aufhalten?


  • Gibt es Bereiche, die Sie eher meiden?

  • Liegen Ihre Tiere immer wieder an denselben Stellen?

  • Gibt es Gegenstände, die Sie seit Jahren aufbewahren, obwohl sie Ihnen eigentlich keine Freude mehr bereiten?

Beobachten Sie einfach. Ohne etwas verändern zu müssen.

Denn oft beginnt jede Veränderung mit etwas ganz Einfachem:

Mit einem neuen Blick auf das, was wir bisher für selbstverständlich gehalten haben.

 
 
 

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HGW
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